Ostfriesisches Teeporzellan - vom Thüringer Wald an die Nordseeküste PDF Drucken

 

Sonderausstellung vom 25.06. - 31.10.2010

In Ostfriesland wurden traditionell chinesische Porzellane verwendet, die bereit im 17. Jahrhundert, zusammen mit dem Tee, im Lande bekannt wurden. Im Lauf des 18. Jahrhunderts hat sich ein spezielles ostfriesisches Teeporzellan entwickelt, das in Thüringen hergestellt wurde. Es ist einzigartig und bis heute untrennbar mit der Region Ostfriesland verbunden. Die verschiedenen Dekore prägen bis heute die ostfriesische Teetafel.
Die glanzvolle bürgerliche Teetafel steht im Kontrast zur harten Arbeit der Porzellanmaler in Thüringen. In der Ausstellung werden in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Museum Eisfeld die Historischen Arbeitsbedingungen im Bereich der Porzellanmanufakturen und der Heimarbeit aufgezeigt.

 

 

ostfriesisches Teeporzellan

 

"Vorsicht, der kann Hexen und Blaufärben"  -  mit offenem Mund standen vor 200 oder 300 Jahren die Besucher in ostfriesischen Blaudruckwerkstätten und sahen, wie weißes bedrucktes Leinen in die schwarzblaue Indigo-Küpe gehängt wurde und es sich wie durch ein Wunder beim Herausholen vom Gelb über Grün zu Blau verwandelte. Vorführungen der Blaudruckerei Stark, Jever, zeigen das historische Druckverfahren und ermöglichen einen direkten Vergleich der Muster im Blaudruck mit den Dekoren des Teeporzellans. (Die Termine werden in der Tagespresse und unter www.teemuseum.de veröffentlicht.)

 

 

Eine Kooperation mit der Kunstschule Norden ermöglicht es kleinen und großen Besuchern des Museum einen persönlichen Zugang zur Porzellanherstellung zu finden. Jeweils am 1. Mittwoch im Monat werden Führungen durch die Sonderausstellung mit anschließendem praktischem Teil stattfinden, wobei z. B. Daumenschalen geformt werden können.

Das Ostfriesische Teemuseum ist Netzwerkpartner bei "Abenteuer Wirklichkeit", dem kulturtouristischen Themenjahr 2010 auf der gesamten Ostfriesischen Halbinsel. Alle Projekte finden Sie unter: www.ostfriesland.de.