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Mi  &  Sa 11 bis 16 Uhr

sowie täglich vom
26.12. bis 04.01.

Ostfriesische Teezeremonie

Mi  &  Sa  um 14 Uhr

(Voranmeldung empfohlen)


Ostfriesisches Teemuseum
Am Markt 36
26506 Norden

Tel.: 04931 - 12100
Mail: info(at)teemuseum.de

  

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Von Vietnam nach Ostfriesland. Ankunft und Aufnahme der Boatpeople in Norden-Norddeich

Sonderausstellung vom 24.9.2017 bis 8.4.2018 

Ende 2015 waren 63,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht vor Krieg, Konflikten und Verfolgung. Das waren mehr Flüchtlinge als je zuvor.

Seit 2014 auf der Mittelmeerroute nach Europa die Flüchtlingszahlen und die Fluchtopfer dramatisch anstiegen, wurde über diese Fluchtbewegungen auch in Deutschland immer häufiger berichtet. Der sprunghafte Anstieg des Flüchtlingsstroms im Folgejahr, nun vor allem über den Balkan führend, und die Ankunft von etwa 890.000 Flüchtlingen in der Bundesrepublik machten die Flüchtlingskrise 2015 schließlich zu dem beherrschenden politischen Thema des Jahres.

Die politische Aktualität und gesellschaftliche Bedeutung der Flüchtlingskrise gaben den Anstoß für diese Sonderausstellung. In historischer Perspektive drängt sich in diesem Zusammenhang in Norden die Auseinandersetzung mit der Ankunft und Aufnahme der vietnamesischen Boatpeople von den 1970er bis 1990er Jahren geradezu auf. Denn von allen in diesem Zeitraum in Niedersachsen aufgenommenen Vietnamesen fanden deutlich mehr als die Hälfte zunächst hier Zuflucht und Schutz.

Wie ein Großteil der gegenwärtigen Flüchtlinge gehörten auch sie einem anderen Kulturkreis an und auch ihre Flucht führte über das Meer. Die Integration dieser Flüchtlingsgruppe gilt als die erfolgreichste in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Vielleicht konnte die Ausstellung daher auch Anregungen bieten, wie den aktuellen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen sei.

Den Kern der Ausstellung bildeten Interviews mit Geflüchteten und ihren nachgezogenen Familienangehörigen. Darüber hinaus kamen auch Mitarbeiter des Sozialwerks Nazareth, Deutschlehrer, ehrenamtliche Helfer und viele weitere Zeitzeugen zu Wort.

Am Ende des Ausstellungsrundgangs konnten die Besucher festhalten, was sie in ihre Fluchttasche packen würden.